Nach deinem Tod

Tage schmerzen, Stille ist Sucht,
Schlaf schenkt Vergessen, kleiner Tod
Traumlose Gnade bevor der Tag erwacht.
Die ersten Gedanken sind Erinnerungen
an weiche Hände, ein verschmitztes Lächeln,
die warme Stimme.

Und wieder fühlt der Schmerz: Verlassen

Tod ist nicht Ende.
Doch mein MenschSEIN ist schwach.
Leer meine Hände, kalt der Raum zwischen
meinen Armen.
Gedanken nicht erwidert, Worte nicht ausgesprochen
stumm
Musik weckt Tränen, meine Stille sucht dich zu halten,
dein Bildnis zu formen.
Angst zu vergessen: deine Augen, dein Lachen,
den Klang deiner Stimme.
Berührung in Haut, meine Hand in deinem Haar,
Streicheln der Seelen.
Deine Gitarre verwaist, dein Spielen entflogene Töne,
mein Lauschen bleibt taub.
Musik für deinen Engel, gehörlos für meine Welt.


Mainz, 16. September 2005

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