Meine Texte zum Nachlesen:

Politikverdrossen


Ich bettele um Gnade und entrolle mein Spruchband, auf dem groß steht: GHK. Das heißt: „Gnade, Helmut Kohl!“ Sonst wird mir noch ganz Bangemann. Wenn es trotzdem keine Gnade gibt, dann setz ich mich auf meinen Dregger und fahr an die Bis-Chaja und nehm’ mir dort ein Zimmermann. Tagsüber gehe ich dann angeln und lerne, Fischer zu werden. Und abends gehe ich immer dahin, wo Fuchs und Vogel sich gute Nacht sagen. Am Wochenende fahre ich dann immer auf den Stoltenberg und sammle ein Strauß Blüm-chen. Die duften so Süßmuth-ter hat sie ja so gern gemocht, früher, wo die Zeiten noch Rau waren. Ja, ja, da wurde der Schilling noch Schwarz verdient. Aber heutzutage ist das alles Neumann.

Doch zurück zu unseren modernen Zeiten. Neulich – ich bin gerade beim Angeln – begegnet mir dieser Ar-Schmidt der Sc-Hubka-rre und sagt mir, er Wörner-vlich am Ende. Da muss ich unwillkürlich Kiechle-n. Als ich mich wieder beruhigt habe, sage ich zu ihm: „Mensch, Mölle, Möllemann, lass Dich nicht so hängen, Du musst Dich nur ein bisschen erholen. Warum fährst Du nicht im All-Gauweiler-n? Mann kann dort herrlich spazieren gehen.“ Da sagt er zu mir: „Du, Meier, das geht nicht, ich hab keinen roten Hillermeier.“ Nun ja, dann nicht, denke ich mir.

Als mich zwei Jahre später ein Freund dort unten besucht, fragt er mich: „Wo hast Du denn den Fischladen her? Geht’s Dir noch gut?“ – „Ja, ja“, sage ich, „Alles O.K., alles ohne Kohl!“

ls.

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