Meine Texte zum Nachlesen:

Relativitätstheorie


Meine (eigene) Relativitätstheorie

Das relativ schöne und so relativ oft gebrauchte Wort „relativ“ ist (für meine Begriffe, aber welche sind das schon!?) ein relativ blödes Wort. Es hat eine sehr relative Aussagekraft. Es sagt nämlich gleichzeitig alles und nichts aus. Dabei ist die Behauptung, es sei ein relativ schönes Wort, natürlich auch schon relativ relativ. Aber kann denn etwas Relatives überhaupt noch relativ sein?
Sicher! Denn jeder gebraucht das Wort „relativ“ anders. A sagt beispielsweise: „Mit 1,90 m bin ich relativ groß.“ Ein Dinosaurier würde dagegen sagen: „Du bist nicht relativ groß, Du bist eine Mikrobe.“ Und eine Ameise würde erwidern: „Du bist nicht relativ groß, Du bist ein Gigant.“
Das Relative, bzw. der Gebrauch des Wortes „relativ“ erstreckt sich anscheinend nur über das jeweilige Bezugsfeld des einzelnen. Alles darüber hinaus oder auch darunter oder daran vorbei – man kann das relativ sehen – benötigt einen neuen Fixpunkt, eine neue Dimension, von der aus das andere Wahrnehmungsfeld seine Bahnen zieht. So gesehen lässt sich der Begriff „relativ“ nicht eindeutig definieren, denn diese Definition ist abhängig von dem jeweiligen Bezugspunkt und seinem Umfeld. Mit anderen Worten: Selbst das Relative ist noch einmal relativ. Kaum zu glauben, dass das Relative selbst auch noch einmal relativ sein kann. Aber dem ist so.
Dies war jedoch ein noch relativ einfacher Sachverhalt, denn jetzt kommt es noch dicker: Die Darstellung der relativen Relativität ist natürlich auch wiederum nur relativ zu betrachten. Denn diese Abhandlung bezieht sich ja lediglich auf unser (menschliches) System, auf unsere – von uns denkbaren – Fix- und Bezugspunkte, auf unsere Wertvorstellungen und unsere geistigen Fähigkeiten, sowie unser Denkvermögen und unsere philosophischen Anwandlungen. Um es etwas einfacher (das ist natürlich relativ relativ) zu sagen: Die Erläuterung der relativen Relativität können wir nur aus unserem Blickwinkel geben. Alle anderen möglichen Perspektiven sind dabei vernachlässigt worden. Aber ich denke, es ist bis zu diesem Punkt soundso schon relativ schwierig, meiner nur relativ gesehenen und auch nur relativ anzusehenden Relativitätstheorie zu folgen.
Wen es übrigens relativ stark stört, dass der Begriff „relativ“ relativ relativ häufig gebraucht wird, dem sei an dieser relativ relativ willkürlich gewählten Stelle gesagt, dass es relativ relativ schwierig geworden wäre, das Wort „relativ“ relativ relativ selten zu gebrauchen. Außerdem ist die Ansicht, der Begriff „relativ“ trete relativ relativ häufig auf, auch relativ relativ. Wenn nämlich B beispielsweise in seinem bisherigen Leben tausendfach das Wort „relativ“ gelesen hätte, so käme B dieser Text nur relativ minimal bestückt vor (auch jetzt noch relativ, weil B nur von seinem relativ relativen Bezugsfeld ausgehen kann), und läse C, dem das Wort „relativ“ bisher nur vom Hören her relativ bekannt war, diesen Aufsatz der relativ zu betrachtenden relativen Relativität, so würde er nicht sagen, es seien relativ viele „Relativ“-Begriffe enthalten; er würde sagen: „Mann, der erschlägt einen ja!“ (Der Autor ist hier gemeint.) Siehe hierzu auch die (noch) relativ relativ einfache relativ relative Abhandlung zur relativ relativ komplexen Frage: „Aber kann denn etwas Relatives überhaupt noch relativ sein?“
Man sieht also einmal mehr, dass man relativ relativ Vieles relativ relativ betrachten sollte, will man sich nicht nur auf seine eigene relativ relativ relative Welt beschränken. Es gibt nämlich mehr, als nur die eigenen relativ relativ relativen Bezugsformen oder auch –welten, wie wir bisher relativ relativ relativ gut feststellen konnten. Man sollte also relativ relativ relativ vorsichtig und nicht relativ relativ relativ unüberlegt mit dem relativ relativ relativen Begriff der relativ relativen Relativität umspringen, denn es ist kein Begriff zum Herumspielen. Er ist dagegen relativ relativ relativ ernst abzuhandeln, weil er mehr in sich birgt, als relativ relativ relativ Viele annehmen.
Die Auffassung, der relativ relativ relative Begriff „relativ“ birge mehr in sich, ist relativ relativ relativ selbstverständlich relativ relativ relativ, wie wir bisher gelernt haben sollten. Sollten wir? Wenn Sie jetzt der relativ relativ relativen Ansicht sind, dass es doch relativ relativ relativ ist, dass Sie das bisher Gesagte relativ relativ relativ gut gelernt haben sollten, kann ich Sie zu Ihrer relativ relativ relativen Auffassung nur beglückwünschen. Sie haben relativ relativ relativ gut gelernt. Alle Achtung! Denn meine relativ relativ relative Meinung, Sie sollten bisher etwas gelernt haben, geht eben nur von meinem relativ relativ relativen Blickwinkel aus!
Wie Sie bis jetzt relativ relativ relativ eindrücklich merken konnten – wenn Sie wollten –, ist der relativ relativ relative Begriff „relativ“ mit all seinen Abhandlungen und Abwandlungen ein relativ relativ relativ blödes Wort, weil es selbst dem relativ relativ relativ aufgeschlossenen Benutzer noch relativ relativ relativ massive relativ relativ relative Schwierigkeiten bereiten kann. Aber hat man meine relativ relativ relative Relativitätstheorie erst einmal relativ relativ relativ gut verstanden, gibt es relativ relativ relativ wenig relativ relativ relative Probleme, diese im Alltag anzuwenden und dann damit auch relativ relativ relativ zurecht zu kommen. Und denken Sie immer daran: Es kann alles relativ relativ relativ sein, wenn man nur will.
Sollten Sie jetzt noch irgendwelche Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an:

R. E. Lativ
Relativitätsstraße 25
in 0,8 Promille, Schwallingen

Vielen Dank für Ihr relativ relativ relatives Interesse.
Freundlichst, Ihr
                                   R. E. Lativ

ls.

Zurück