Meine Texte zum Nachlesen:

Zukunft


Monotonie meiner Gedanken, ich frage mich,
was ich mich fragen könnte…
Atome umkreisen mein Hirn wie Nebel
die Gedanken, mein Bauch rumort,
Atmen fällt schwer, mein Kopf bleiern,
denke ich an die nächste Zeit,
was kommt wohl als nächstes?
Noch eine Vergewaltigung aus Kindertagen,
noch eine Mondlandung,
noch ein Flugzeugabsturz?
Die Tage sind voll von dröhnenden Lichtern,
Kinderkreischen und Lebkuchenduft
strömt mir ins Gehirn,
Weihnachten ist angesagt,
„ohne mich!“, denke ich nur,
was bringen die kommenden Tage?
außer einer Armee von Nikoläusen?
Trübe Gedanken oder fröhliche?
Ich weiß, dass ich es abwarten muss.
Meine Gehirnhälften streiten sich in letzter Zeit
immer öfter – irgendetwas wächst in mir,
nicht nur eine unsichtbare Spannung,
die sich noch nicht löst.
Angst habe ich nicht,
immerhin etwas, denke ich.
Lausche der Musik, die langsam dahinplätschert,
dann, plötzlich, denke ich an meine Vergangenheit…
Meister der Krisen könnte ich mich nennen,
ich muss lachen, irgendwie komisch,
aber diesen Titel trage ich wohl zu Recht,
und das macht mir Mut,
Meister der Krisen, Krisen des Meisters,
was mich nicht klein kriegt, lässt mich größer werden,
wachsen, wie eine Blume, die dem Regen trotzt,
und wieder: Gedankenleere
leere Gedanken und Kopfschmerzen,
die sich in den Vordergrund drängen,
mein Hirn pulsiert,
auch ein Zeichen von leben – und leben lassen,
ich spüre meinen Kopf, spüre mich, spüre Leben in mir,
und das Leben spürt mich in sich,
Lebensgeister, die mich langsam wecken,
von denen ich mich – noch immer müde –
an die Hand nehmen lasse,
entführen lasse in eine unbekannte Zukunft,
meine Zukunft, voller Lichter, voller Liebe,
voller Leben und Lebendigkeit,
und auf einmal weiß ich wieder,
dass ich eine Zukunft habe,
groß und bunt und voller Leben,
voller Freude, voller Lebensfreude.
Ich werde meine Vergangenheit mitnehmen
in die Zukunft, aber ich entscheide,
wann ich sie mir anschaue und wann nicht,
das nenne ich Freiheit, meine Freiheit,
die ich mir erkämpft habe,
und darauf kann ich wirklich stolz sein –
wie eine Blume, die dem Regen trotzt…

ls.

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